Türkei
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Reiseführer - Reiseplanung - Türkei - Wirtschaftsprofil

WIRTSCHAFT:

Wichtige Wirtschaftszweige
Die türkische Wirtschaft hat in wenigen Jahrzehnten aus fast ausschließlicher Agrarökonomie differenzierte Strukturen mit starkem West-Ost-Gefälle entwickelt. Rund 36 % der türkischen Bevölkerung leben noch auf dem Land und sind in der Landwirtschaft beschäftigt, insbesondere im infrastrukturell wenig entwickelten Osten und Südosten. Der Agrarsektor macht knapp 12 % (Stand: 2005) des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus. Bei den Agrarexporten stehen Tabak und Baumwolle an erster Stelle, in kleineren Mengen werden auch Weizen, Zuckerrüben, Haselnüsse, Weintrauben, Oliven und Zitrusfrüchte ausgeführt.
Das Land ist reich an Bodenschätzen, darunter Kupfer, Chrom, Borax sowie Bauxit und Kohle. Die Erdölförderung spielt inzwischen auch eine wichtige Rolle, das Land besitzt eigene Raffinerien.
Die Fertigungsindustrie konzentriert sich vor allem auf die Bereiche Textilien, Fahrzeugbau, Chemie, Maschinen und Elektronik. Die Automobilindustrie wird immer mehr zu einem Wachstumsmotor. 2004 war ein Rekordjahr in der Branche: Die Gesamtproduktion von Motorfahrzeugen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 53 % auf 862.000. Der Anteil der Industrie am BIP lag auch 2005 bei etwa 30 %.
Der Dienstleistungssektor hat einen Anteil von rund 60 % am BIP. Der Tourismus konnte in den letzten Jahren einen enormen Zuwachs verzeichnen und hat sich zu einem der Hauptdevisenbringer entwickelt. 2004 waren die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr so hoch wie noch nie. Sie betrugen umgerechnet 12,2 Milliarden €, was einer Steigerung von 32,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Wirtschaftslage
Nach der Weltbankstatistik liegt die Türkei unter dem durchschnittlichen Einkommen eines Entwicklungslandes mit mittlerem Einkommen. Allerdings lässt diese Statistik sowohl die beträchtliche Schattenwirtschaft als auch die erheblichen Einkommensunterschiede zwischen der West- und der Osttürkei unberücksichtigt. Der zunehmende marktorientierte Reformschub, der binnen- und außenwirtschaftlich auf Liberalisierung setzt, hat durch die EU-Beitrittsperspektive starken Ansporn bekommen.
Die tief greifende Wirtschafts- und Finanzkrise, die 2001 zur schärfsten Rezession seit 1945 führte, ist inzwischen überwunden. Das Wirtschaftswachstum lag 2002 bei fast 8 %, 2003 bei knapp 6 %, 2004 bei 7 % und 2005 bei 5,6 %.

Wirtschaftspolitik
Seitdem die Regierung eine liberalere Wirtschaftspolitik verfolgt, hat sich das Handelsvolumen gewaltig vergrößert.

Handelspartner
Wichtigste Handelspartner sind die EU-Länder, vor allem Deutschland, Großbritannien sowie die Russische Föderation, USA und Saudi-Arabien.

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen
Seit 1964 ist die Türkei mit der damaligen EG assoziiert; Anfang Oktober 2005 haben die Verhandlungen für eine Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union begonnen. 1992 unterzeichnete die Türkei zusammen mit weiteren 10 Staaten ein Abkommen zur regionalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit (Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Georgien, Griechenland, Moldawien, Rumänien, Russische Föderation und Ukraine). Am 1. Januar 1996 trat die Zollunion zwischen der EU und der Türkei in Kraft. Beim Europäischen Rat von Helsinki (Dezember 1999) erhielt die Türkei Kandidatenstatus.



GESCHÄFTSVERKEHR:

In Geschäftskreisen wird häufig Deutsch gesprochen, türkische Sprachkenntnisse werden jedoch gern gesehen. Pünktlichkeit wird erwartet, Visitenkarten sind üblich. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-12.00 und 13.30-17.30 Uhr. Im Sommer: An der Mittelmeer- und an der Ägäisküste sind Behörden und zahlreiche andere Büros nachmittags geschlossen. Die Öffnungszeiten werden jedes Jahr vom Provinzgouverneur festgesetzt.



Kontaktadressen:

Alman-Türk Ticaret ve Sanayi Odasi (Deutsch-Türkische Handelskammer)
Muallim Naci Cad. 40, TR-34347 Ortaköy-Istanbul
Tel: (0122) 310 69 00. Fax: (0212) 310 69 60.
E-Mail: info@dtr-ihk.de
Internet: www.dtr-ihk.de

Union of Chambers of Commerce, Industry, Maritime Commerce and Commodity Exchanges of Turkey (UCCET)
Atatürk Bulvari 149, Bakanliklar, TR-06640 Ankara
Tel: (0312) 413 80 00. Fax: (0312) 418 32 68.
E-Mail: alptekin@tobb.org.tr
Internet: www.tobb.org.tr



KONFERENZEN/TAGUNGEN:

Die beliebtesten Tagungsorte sind Istanbul und Antalya gefolgt von Ankara, Marmaris und Bodrum. Viele 4- und 5-Sterne Hotels bieten Tagungseinrichtungen mit internationalem Standard. Weitere Informationen zu Konferenz- und Tagungsstätten in der Türkei von:

UKTAS
International Congress Centre Inc.
Harbiye 80230, TR-Istanbul
Tel: (0212) 296 30 55. Fax: (0212) 224 08 78.
E-Mail: orhansanus@icec.org
Internet: www.icec.org



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