Griechenland
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Reiseführer - Reiseplanung - Griechenland - Gesundheit

Gesundheit


Krankheit Vorsichtsmaßnahmen empfohlen Impfschein erforderlich
Gelbfieber Nein 1
Cholera Nein Nein
Typhus & Polio Nein -
Malaria Nein -
Essen & Trinken 2 -


[1]:

Den Nachweis einer Gelbfieberimpfung müssen alle Reisenden erbringen, die älter als sechs Monate sind und aus Gelbfieber-Infektionsgebieten einreisen.



[2]:

Leitungswasser ist normalerweise gechlort und relativ sauber, es können jedoch bei der Akklimatisierung leichte Magenverstimmungen auftreten. Für die ersten Tage des Aufenthalts wird daher abgefülltes Wasser empfohlen, welches überall erhältlich ist.



Vorsichtsmaßnahmen:

Landesweit besteht von April bis Oktober das Übertragungsrisiko von Borreliose/Lymekrankheit durch Zecken v.a. in Gräsern, Sträuchern und im Unterholz. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird vor allem im Juni und Juli im Norden des Landes westlich von Thessaloniki durch Zecken übertragen. Bei beruflicher Tätigkeit oder Freizeitaktivitäten mit möglicher Zeckenexposition in endemischen Gebieten ist eine Schutzimpfung dringend zu empfehlen. Bei Zeckenbefall im Zweifelsfall den Arzt aufsuchen.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Die durch Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose kommt vereinzelt auf dem Festland, den Ionischen Inseln und Kreta vor. Schutz bieten hautbedeckende Kleidung und insektenabweisende Mittel.

Derzeit sind Masernfälle im Norden des Landes aufgetreten. Vor einer Reise in das betroffene Gebiet sollte der Impfschutz bzw. die Immunität des Reisenden, besonders von Kindern und Jugendlichen, gegen Masern überprüft werden.

Epidemische Ausbrüche der Meningokokken-Meningitis kommen vor. Um sich zu schützen, sollte man sich impfen lassen und große Menschenansammlungen meiden. Besonders Kinder und Jugendliche sollten einen Impfschutz haben. Aktueller Hinweis: Nach aktuellen Empfehlungen gilt die Meningitis-Impfung bei Langzeitaufenthalten für bestimmte Personengruppen (Jugendliche bzw. Schüler, Studenten). Reisende sollten mit dem Arzt unter Berücksichtigung der Empfehlungen im Reiseland die Notwendigkeit der Impfung klären.



Gesundheitsvorsorge:

Für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Länder gilt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC). Die EHIC regelt die Versorgung und Kostenrückerstattung beim Krankheitsfall für EU- und EFTA-Staatsbürger. Seit dem 1. 1. 2006 ersetzt die EHIC das bisherige Formular E111. Anmerkung: In der EHIC ist kein Rücktransport nach einer schweren Erkrankung oder einem Unfall im Ausland enthalten. Die gesetzlichen Krankenkassen dürfen diese Leistung nicht anbieten. Einen Rücktransport bezahlen nur private Reiseversicherungen. Es wird deshalb empfohlen für die Dauer des Aufenthalts eine Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen, die Risiken abdeckt, die von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.
Aushelfender Träger ist die Sozialversicherungsanstalt (Idryma Koinonikon Asfaliseon IKA). Die EHIC muss im Krankheitsfall in der Notaufnahme oder beim Vertragsarzt vorgelegt werde. Die Behandlung ist kostenfrei, Medikamente müssen z. T. selbst bezahlt werden (ca. 20%). Apotheker sind berechtigt, Diagnosen zu stellen und bestimmte Medikamente zu verschreiben. Auf abgelegenen Inseln ist die Krankenversorgung zum Teil weniger gut.
Achtung: Für Reisende, die für Griechenland ein Visum benötigen, ist eine in Griechenland gültige Reisekrankenversicherung obligatorisch.



Erste-Hilfe-Dienst:

Tel: 166 im Bereich Athen.



Vogelgrippe:

Mit dem Nachweis von Influenza A (H5N1) auf einer Putenfarm der Insel Chios ist der Erreger am 17. Oktober 2005 erstmals in einem Land der EU aufgetreten. Chios liegt in der östlichen Ägäis unmittelbar vor der türkischen Küste auf der Höhe von Izmir. Im Februar 2006 sind in Griechenland mehrere Schwäne an dem auch für Menschen gefährlichen Vogelgrippe-Virus gestorben. Die Behörden haben Kontrollmaßnahmen eingeleitet, die EU hat ihr Importverbot für Geflügel zunächst auf Chios erweitert. Reisende sollen sich daher von Geflügel fernhalten und jeglichen Kontakt mit lebenden und toten Tieren meiden. Auf den Verzehr von rohen Geflügelgerichte und Eiern sollte verzichtet werden. Gut durchgekocht können Geflügelspeisen und Eier jedoch bedenkenlos genossen werden. Generell wird als Vorsichtsmaßnahme eine gründliche Reinigung der Hände mit Wasser und Seife oder auch alkoholischen Händedesinfektionslösungen empfohlen.



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