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Reiseführer - Reiseplanung - Frankreich - Regionen - Côte d'Azur & Provence
Côte d'Azur & Provence
Die Côte d’Azur (Internet: www.guideriviera.com), die französische Riviera, liegt im Departement Alpes-Maritimes. Sie zieht sich von der italienischen Grenze an der Küste entlang bis über Cannes hinaus und reicht mehr als 50 km nördlich in das Gebiet der Alpen hinein. An der französischen Mittelmeerküste werden im Juli und August mehr Feriengäste als in irgendeinem anderen Teil des Landes gezählt. Die bekanntesten Badeorte der Region sind zweifellos Cannes und Nizza. Die gesamte Gegend gilt zu Recht als eines der schönsten Urlaubsgebiete der Welt. Die Kombination von Palmen, blauem Meer, wunderschönen Stränden, bezaubernden Städten und Dörfern mit eleganten Gebäuden vor dem Hintergrund der hohen Berge begeistert Reisende schon seit dem 18. Jahrhundert. Cannes wurde von dem englischen Lord Brougham im 19. Jahrhundert als Urlaubsort entdeckt (er wollte eigentlich nach Nizza, dort war jedoch die Cholera ausgebrochen). Nizza (Nice), die große Küstenmetropole, ist blühendes Geschäftszentrum und ganzjähriger Urlaubsort zugleich. Der jährliche Karneval und Rosenmontagsumzug soll auf das Jahr 350 v. Chr. zurückgehen. Weitere Urlaubsorte an der Küste sind: Napoule Plage, klein, exklusiv, mit mehreren Sandstränden, einem Jachthafen und hervorragender Aussicht auf die grünen Hügel des Esterel-Massivs; Golfe-Juan, ein beliebter Ferienort mit exklusiven Villen und Hotels; Juan-les-Pins mit schönem Hafen, Stränden und Pinienwäldern auf den umliegenden Hügeln, die Schutz vor dem Wind bieten; Antibes und Cap d’Antibes sind sehr beliebt, aber teuer; Villefranche-sur-Mer, dessen Tiefseehafen schon seit Jahrhunderten von Jachten, Segelbooten und Flotten genutzt wird; St. Jean-Cap-Ferrat ist exklusiv und teuer, große Privatvillen und in Strandnähe gelegene Familiensitze bestimmen das Bild; Beaulieu ist ebenfalls ein schöner Urlaubsort, der jedoch weit weniger exklusiv ist; und Menton (in der Nähe von Monaco) ist ein ehemaliges Fischerdorf und Zitrusfrüchte-Anbaugebiet. Es gibt ausgezeichnete Museen, historische Stätten und Baudenkmäler des Altertums und der Neuzeit, außerdem Hügel, Berge, Seen, Flüsse, Schluchten und hochalpine Pisten. Die Maeght Foundation, in Saint-Paul-de-Vence, ist eines der besten Museen der Welt. Die Sammlungen der Werke Picassos, Braques und Légers sind in eigenen Museen untergebracht. Südwestlich von Cannes liegen: St. Tropez – im Sommer oft überlaufen, schlecht zu erreichen, aber immer noch »in«; Port Grimaud, einer der ersten, im traditionellen Stil der hiesigen Fischerdörfer eigens errichteten Urlaubsorte – existiert mittlerweile schon so lange, dass er beinahe authentisch aussieht; St. Maxime – schick und überlaufen mit schönen Stränden und einem Hafen; Fréjus und letzendlich St. Raphael, das schon zur Zeit der Römer beliebt war und heute ein gutbürgerlicher Ferienort ist. Das herrliche Wetter ist einer der größten Pluspunkte der Provence, die sich aus den Departements Hautes-Alpes, Alpes-de-Haute-Provence, Var, Vaucluse und Bouches-du-Rhône zusammensetzt. Das einzige unwirtliche Element ist der Mistral, ein kalter stürmischer Wind, der mitunter durch das Rhônetal fegt und mehrere Tage lang anhält, jedoch für einen strahlend blauen Himmel sorgt. Die vielfältige Flora verleiht dem Land seine zinnfarbenen, bronzenen, dunkel- und hellgrünen Farbtupfer. Die Dachziegel werden aus der tiefroten Erde hergestellt und selbst unter den sengenden Strahlen der Midi-Sonne verblasst diese rote Pracht nicht. Architektur, Steine, Dachziegel und die majestätischen Platanen der Straßen und Plätze der Städte fügen sich zu einer harmonischen Gesamtkomposition zusammen, die das Auge erfreut. Griechen und Römer hinterließen eine Reihe bedeutender historischer Bauwerke – von Stadtmauern umgebene, auf Hügeln gebaute Städte, Triumphbögen, Kolosseums, Amphitheater, Arenen, Brücken und Aquädukte. Dem Christentum verdankt die Provence den Papstpalast in Avignon, unzählige Kirchen und hunderte kleiner Kapellen, Wegkreuze oder Oratorien stehen am Wegesrand. Herrliche Kunstwerke christlichen Ursprungs findet man in der Provence überall: von Notre-Dame-des-Doms in Avignon bis zu Notre-Dame-du-Bourg in Digne im Zentrum der Voralpen. Die Pilger bauten wunderbare Kirchen mit schön geschwungenen Halbrundbögen, runden Rosettenfenstern und Christusstatuen. Viele Städte und Dörfer hatten Trutzburgen und Wachtürme als Schutz vor einfallenden Sarazenen, den Korsaren der Rhône, und anderen plündernden Horden. Hier entlang führte die Invasionsroute – von Norden durch das Land und im Süden vom Meer her. Tarascon, Beaucaire, Villeneuve, Gourdon, Entrevaux, Sisteron und viele andere Ortschaften erbauten ihre Türme und Rückzugspunkte hoch über dem Fluss oder dem Meer. Marseille wurde von den Griechen gegründet (sie nannten es Massilia) und von hier aus kolonialisierten sie das Rhônetal. Heute ist Marseille Frankreichs bedeutendster Handelshafen, der Charakter der Stadt ist von Industrie und Handel geprägt. Marseille ist dennoch einen Besuch wert. Der alte Hafen, die auf einem Hügel erbaute Kirche Notre-Dame-de-la-Garde, viele gute Restaurants (Meeresfrüchte bestimmen die Speisekarte), mehrere Museen, Le Corbusiers Unité d’Habitation, das Hospice de la Vieille Charité und natürlich das Château d’If, eine der berüchtigsten Inselfestungen Frankreichs, sind interessante Sehenswürdigkeiten. Riesige Ölraffinerien und Depots stehen überall in den dünn besiedelten Salzmarschen nördlich und südlich der Stadt. Fauna und Flora haben sich aber trotz der Umweltprobleme noch behaupten können. In den Marschen leben eine Reihe sehr seltener Vogelarten, wie Trappen und Ziegenmelker, die im übrigen Europa kaum vorkommen. Am anderen Ufer der Rhône liegt die marschige Camargue, die seit langem für Rinder- und Pferdezucht, Salzgewinnung durch Verdunstung von Meerwasser und neuerdings auch für Reisanbau bekannt ist. Die Rinderzüchter oder Cowboys benutzen Lanzen anstelle von Lassos. Riesige Schwärme verschiedener Wasservögel nisten hier in einem Vogelschutzgebiet, darunter Flamingos und schneeweiße Reiher. 123 v. Chr. errichtete der Konsul Sextias Calvinus ein Lager neben den warmen Quellen des unteren Rhônetals und nannte es Aquae Sextiae – hier entstand das heutige Aix-en-Provence. Die vielen Olivenbäume der Provence liefern die beliebten Oliven und das feine Olivenöl, einen Hauptbestandteil der hiesigen Küche. Knoblauch, manchmal auch »Trüffel der Provence« genannt, wird hier mehr als in den anderen Landesteilen verwendet. Tomaten sind eine weitere Hauptzutat vieler der leckeren Gerichte der Provence. Eine Spezialität der Camargue ist Estouffade de boeuf. Marseille ist bekannt für Pieds et paquet (»Füße und Paket«), Schafspansen gefüllt mit gepökeltem Schweinefleisch, der über Nacht in Weißwein mit Zwiebeln, Kartoffeln und Petersilie gekocht wird. Tripes à la Niçoise wird ähnlich zubereitet, hat aber doch einen individuellen Geschmack. Vielleicht das bekannteste und weit verbreitetste Gericht der Provence ist Tomates provençales, eine himmlische Zusammenstellung hiesiger Spezialitäten: gefüllte Tomaten mit Knoblauch und Petersilie in Olivenöl gebacken. Zucchinis oder Auberginen können auf die gleiche Weise zubereitet werden. Das berühmteste Gemüse-Ragout der Provence, das Ratatouille mit Paprikaschoten, Zucchinis, Auberginen und Tomaten, wird ebenfalls kräftig mit Knoblauch gewürzt und in Olivenöl gekocht. Mayonnaise mit Knoblauch wird Aioli genannt und dient als Beilage zu gekochtem Gemüse und/oder Fisch. Wachteln, Drosseln, Forellen und Flusskrebse wurden vor nicht allzulanger Zeit noch sehr häufig gegessen, aber die Bestände sind jetzt so reduziert, dass diese Gerichte kaum noch serviert werden. Gigot (Lammkeule) steht dagegen häufig auf der Speisekarte. Die berühmte Fischsuppe Bouillabaisse ist der Stolz der provenzalischen Küstenregion. Ähnlich wie beim Cassoulet des Languedoc gibt es unzählige Variationen und selbstverständlich ist jede die »einzig Wahre«. Die Zutaten ändern sich kaum: etwas mehr oder weniger Safran, die Zugabe oder das Weglassen einer bestimmten Fischsorte geben dem Gericht je nach Lokalität eine individuelle Note.
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