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Ostdeutschland
Theodor Fontane hat in seinen »Wanderungen« die Schönheit der Mark BRANDENBURG (Internet: www.reiseland-brandenburg.de) beschrieben. Kiefern- und Birkenwälder, Sandboden, weiter Horizont und viel Wasser prägen das Landschaftsbild. Der herrliche Spreewald (Internet: www.spreewald.de), eine von vielen Wasserläufen durchzogene feuchte Niederung, liegt südlich von Berlin. Ein weit verzweigtes Wasserwegenetz eröffnet Paddlern ein einzigartiges Erlebnis. Auch Radfahrer und Wanderer können auf ausgedehnten Rad- und Wanderwegen die ursprüngliche Natur des UNESCO Biospärenreservates kennenlernen. Im Freilandmuseum Lehde erhält man einen Einblick in das frühere Alltagsleben der Einheimischen.
Potsdam (Internet: www.potsdam.de), die brandenburgische Landeshauptstadt, hat drei große schöne Parks, den Neuen Garten mit Marmorpalais und Schloss Cecilienhof (bekannt durch das Potsdamer Abkommen), Babelsberg (englische Parkanlage von Fürst Pückler-Muskau mit Schloss von Schinkel) und natürlich Sanssouci, das nach Plänen Friedrichs des Großen von dem Architekten Knobelsdorff gebaut wurde. Noch prunkvoller und größer als das eigentliche Schloss ist das Gästehaus des »Alten Fritz«, der im Schlossgarten direkt neben dem Schloss begraben liegt. In der Kunstgalerie neben dem Schloss sind Gemälde zahlreicher alter Meister ausgestellt. Auch die Stadt selbst, besonders das Holländische Viertel, das Weberviertel und die Russische Kolonie Alexandrowka, sind sehenswert.
Die Schorfheide ist ein nördlich von Berlin gelegenes Waldgebiet. Hier leben immer noch Biber, Fischotter, See- und Fischadler und man findet märkische Landschaft wie im Bilderbuch. Der Mittelpunkt der Schorfheide ist der Werbellinsee. Lohnenswert ist auch ein Ausflug zum ehemaligen Zisterzienserkloster Chorin. Hier finden im Sommer viele Konzerte statt.
SACHSENs (Internet: www.sachsen-tour.de) Hauptstadt Dresden (Internet: www.dresden.de) hat Einiges zu bieten. Mit über einer halben Million Einwohnern ist sie eine der größten Städte im Osten der Bundesrepublik. Ihr Glanz geht vor allem auf die Regierungszeit Augusts des Starken und seines Sohnes August III. im 17. und 18. Jahrhundert zurück. Der Zwinger ist das wohl berühmteste Bauwerk der Stadt. Die vielen prächtigen Gebäude wie die Katholische Hofkirche (Hochbarock), die Frauenkirche, die Schlosskirche und die Semperoper trugen der Stadt den Ruf eines »Elbflorenz« ein. Die einstige barocke Pracht der Stadt versank im Bombenhagel des 2. Weltkrieges. Die Ruine der Frauenkirche gemahnte an die Schrecken des Krieges. Inzwischen wurde sie durch Spendengelder und staatliche Subventionen nach alten Plänen wieder aufgebaut und kann besucht werden. Von der neuen Aussichtsplattform der Frauenkirche haben Besucher einen Panoramablick über die ganze Stadt. Die restaurierte wunderschöne Semperoper, die Schlosskirche, das Grüne Gewölbe und die reiche Schatzkammer der sächsischen Fürsten, legen Zeugnis von vergangenem Glanz ab. Kunstkenner sollten es nicht versäumen, die Gemäldegalerie im Zwinger zu besuchen, in der viele hervorragende Kunstwerke alter Meister ausgestellt sind. Das Residenzschloss ist nach aufwändiger Restaurierung wiedereröffnet. Die Dresdener Philharmonie, die Staatskapelle und der Kreuzchor sind weltbekannt. Beliebt sind Dampferfahrten auf der Elbe zum Schloss Pillnitz. Unweit von Dresden, ebenfalls an der Elbe, liegt das tausendjährige Meißen (Internet: www.meissen.de). Hier steht die älteste Porzellanmanufaktur Europas. Auch heute noch werden die kostbaren Service in den traditionellen Meißener Mustern angefertigt. Besucher können sich in einer Schauwerkstatt von der Handwerkskunst der Porzellanmaler überzeugen. Muss auch noch manches restauriert werden, so beeindruckt auch heute schon die Schönheit der Stadt und das geschlossene historische Stadtbild. Dom, Albrechtsburg (1485) und Bischofsschloss ragen hoch über der Stadt empor. In der Umgebung Meißens wird seit Jahrhunderten Weinbau betrieben. Nordwestlich von Dresden und Meißen liegt Leipzig (Internet: www.leipzig.de), eine Stadt der Musik und des Verlagswesens. Viele Verlage sind in Leipzig ansässig. Die Frühjahrs-Buchmesse lockt jährlich Interessierte in die traditionsreiche Messestadt. Hier wurde Richard Wagner geboren, Mendelssohn war lange Jahre Kapellmeister des heute noch renommierten Gewandhausorchesters und Bach war in den Jahren 1723 bis 1750 Kantor der Thomaskirche, die ebenso wie das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert stilgerecht restauriert wurde. Johann Sebastian Bachs Kirchenchor existiert noch heute und die Thomaner sind international hoch angesehen. Die alte Universität (1407), der berühmte Auerbachs-Keller und der Kaffeebaum, das bekannteste Kaffeehaus der Stadt, sind weitere touristische Anziehungspunkte. Die Industriestadt Chemnitz (Internet: www.chemnitz.de) wurde im 2. Weltkrieg fast völlig zerstört und nur wenige historische Bauwerke blieben erhalten. Dazu gehören das Alte Rathaus (16. Jh.) und der 800 Jahre alte Rote Turm. Sehenswerte Städte der Region sind Freiberg, Kuchwald (Freilufttheater) und Seiten (Spielzeugmuseum). Zwickau (Internet: www.zwickau.de) ist die Geburtsstadt Robert Schumanns, ein Museum erinnert an den berühmten Komponisten. Der spätgotische Dom, das Rathaus (1403), das spätgotische Gewandhaus (heute ein Theater) und zahlreiche schöne alte Bürgerhäuser zählen zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten.
Der als Sächsische Schweiz (Internet: www.saechsische-schweiz.de) bezeichnete deutsche Teil des Elbsandsteingebirges (der tschechische Teil ist als Böhmische Schweiz bekannt) erstreckt sich südöstlich von Dresden. Die spektakulären Sandsteinformationen geben Wanderern und Kletterern viele Betätigungsfelder. Beliebte Ausflugsziele sind die Bastei mit der Felsenbühne Rathen (Naturbühne mit sommerlichen Theateraufführungen), die Festung Königstein, die Schrammsteine und der Kuhstall. Zwischen Elbsandsteingebirge und dem sächsischen Vogtland befindet sich der deutsche Teil des Erzgebirges (Internet: www.erzgebirge.de). Der höchstgelegene Gipfel auf deutscher Seite ist mit 1215 m der Fichtelberg. Besonders beliebt ist ein Besuch in der Advents- und Weihnachtszeit, wenn das schneebedeckte Gebirge Wintersportmöglichkeiten bietet und traditionelle Weihnachtsmärkte eine unvergleichliche Atmosphäre zaubern. Weltbekannt sind die erzgebirgischen Weihnachtsprodukte wie Räuchermännchen, Weihnachtspyramiden und Schwibbögen. Sehenswert sind das Erzgebirgische Spielzeugmuseum in Seiffen und eines der zahlreichen Schaubergwerke, wo einst Erz abgebaut wurde. Ein wichtiges Wintersportgebiet ist das Zittauer Gebirge (Internet: www.zittauer-gebirge-tour.de) mit den Erholungsorten Waltersdorf, Jonsdorf und Oybin. Die Gebirgslandschaft lädt Aktivurlauber auch im Sommer ein: zahlreiche Felsen eignen sich für geübte Kletterer. Eine Attraktion ist die Zittauer Schmalspurbahn, die zwischen Oybin und Jonsdorf verkehrt.
In der Ober- und Niederlausitz leben die Sorben, ein slawischer Volksstamm, dessen Ursprung auf das 6. Jahrhundert zurückgeht. In Bautzen/Budysin gibt es einen sorbischen Verlag, eine Zeitung und ein sorbisch-deutsches Volkstheater. Eigene Radioprogramme in sorbischer Sprache und Sprachunterricht in den Schulen sollen dazu beitragen, die Sorbenkultur zu erhalten.
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