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[1]: Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von allen Reisenden verlangt, die älter als neun Monate sind und innerhalb von zehn Tagen nach Aufenthalt in einem von der WHO ausgewiesenen Infektionsgebiet sowie aus Panama einreisen, sofern sie nicht im Besitz einer ärztlichen Bescheinigung sind, die bestätigt, dass eine Kontraindikation vorliegt. Ausgenommen sind Reisende, die den Transitraum in den Infektionsgebieten nicht verlassen haben. [2]:Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist für die Einreise nicht erforderlich, das Risiko einer Infektion besteht jedoch. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen. Die Infektionsgebiete liegen in den Staaten Alagoas, Bahia, Paraíba, Pernambuco und Sergipe. [3]:Typhus kommt vor. Eine Impfung wird bei Rucksackreisen und Langzeitaufenthalten empfohlen. [4]:Die weniger gefährliche Malaria-Art Plasmodium vivax und die gefährlichere Form Plasmodium falciparum herrschen vor. Es gibt weitaus mehr Infizierungen mit Plasmodium vivax als mit Plasmodium falciparum. Die weniger häufig vorkommende Form Plasmodium falciparum ist gegen Chloroquin- und Sulfadoxin/Pyrimethamin äußerst resistent. Empfohlen wird der Impfstoff Mefloquine. Malariaschutz ist ganzjährig erforderlich in den meisten bewaldeten Gebieten unter 900 m, in einigen ländlichen Gegenden der Bundesstaaten Acre (in den Tallagen und entlang des Highways zwischen Tarauacá und Cruzeiro), Amapá (im Norden und im Jari-Tal), Amazonas, Maranhão (der westliche Teil), Mato Grosso (der nördliche Teil), Pará (außer Belém-Stadt), Rondônia (im Norden und Nordwesten), Roraima (im Westen) und Tocantins (vor allem nördliche und zentrale Araguaia-Region und in einigen südlichen Bezirken) sowie am Stadtrand von Boa Vista, Macapá, Manaus, Maraba, Pôrto Velho, Rio Branco und Santarém. In den Amazonasgebieten sowie in den Bergbau- und Agrargebieten und in den Provinzen Amapá, Rondonia und Roraima besteht ein hohes Malariarisiko. [5]:Wasser sollte vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden. Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Trocken- und Dosenmilch nur mit keimfreiem Wasser weiterverarbeiten. Einheimische Milchprodukte außerhalb der Städte vermeiden. Fleisch- oder Fischgerichte sollten nur gut durchgekocht und heiß serviert gegessen werden. Den Genuss von Schweinefleisch, Mayonnaise und Salat am besten vermeiden. Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. Vorsichtsmaßnahmen: Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen vor. Herdförmiges Vorkommen im Norden und Osten, im Mato Grosso und Amazonasbecken. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich. Gesundheitsvorsorge:Die medizinische Versorgung im Lande ist, soweit es sich um die größeren Städte handelt, mit der in Europa zu vergleichen. Sie ist auf dem Lande jedoch vielfach technisch, apparativ und/ oder hygienisch problematisch. Deutsch-, französisch- oder englischsprachige Ärzte sind in allen größeren Städten zu finden. Die deutschen Auslandsvertretungen vor Ort stellen auf Wunsch Listen der ihnen bekannten deutsch- und englischsprachigen Ärzte zur Verfügung. Das Hauptkrankenhaus in São Paulo ist das Hospital das Clinicas. Die Kosten der medizinischen Behandlungen sind hoch, der Abschluss einer Reisekrankenversicherung und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen. Gesundheitstest/HIV-Test:Für eine Arbeitserlaubnis sind ein Gesundheitszeugnis sowie ein negativer HIV-Test in deutscher und portugiesischer Sprache erforderlich. |
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