Bangladesch
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Reiseführer - Reiseplanung - Bangladesch - Reise- und Sicherheitsinformationen

Reise- und Sicherheitsinformationen:

Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt:
Stand: 12.09.2006
Ausländische Reisende kommen in Bangladesch selten zu Schaden. Auf die nachfolgenden besonderen Risiken sollten Reisende jedoch achten.

Reisende sollten sich vor Reiseantritt nach Möglichkeit auch stets bei örtlichen Bekannten und Kollegen und durch die Medien über die tagesaktuelle Sicherheitslage informieren.

Innere Konflikte führen in Dhaka und in anderen Landesteilen immer wieder zu auch gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen politischen Gruppierungen und zu gewaltsamen Konfrontationen mit Polizeikräften.

In der Vergangenheit erfolgten gewaltsame Auseinandersetzungen meist auf zentralen Plätzen in den Städten, in der Nähe der Parteibüros der Opposition (in Dhaka vor allem nahe Nationalstadium und Rifles Square/Mirpur Road), auch auf Kinos und während öffentlicher Kulturveranstaltungen sowie vereinzelt auf religiöse Wallfahrtsstätten. Besonders gewaltsam verlaufen die häufigen politischen Agitationen im Bereich der Universitäten, insbesondere im weitläufigen zentralen Stadtgebiet der Dhaka University.
In der zweiten Jahreshälfte 2005 kam es verstärkt zu landesweiten Sprengstoffanschlägen islamistischer Organisationen insbesondere auf Bezirksbehörden, Gerichte, sonstige öffentliche Einrichtungen, Kulturvereine, Märkte und Busbahnhöfe sowie Anwalts- und Journalistenverbände. Ausländer und ausländische Einrichtungen waren hiervon bisher nicht betroffen.

Es wird dringend empfohlen, Demonstrationen, Protestmärsche, Kundgebungen, öffentliche Großveranstaltungen auch kultureller Art und Streiks (Hartals) zu meiden, da regelmäßig von gewaltsamen Eskalationen auszugehen ist. Die generalstreikartigen Hartals, die oft mit gewaltsamen Verkehrsblockaden einhergehen, und sonstige Demonstrationsveranstaltungen werden in der englischsprachigen Presse angekündigt. Vor und während Demonstrationen, Protestmärschen und Hartals wird von der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln und insbesondere von Bussen abgeraten. Vom Besuch des Gebiets der Altstadt von Dhaka (Old Dhaka) an Freitagen wird wegen des erhöhten Risikos islamistischer Demonstrationen und Agitationen gegen Ausländer abgeraten. In den Chittagong Hill Tracts (CHT) kann es nach wie vor zu bewaffneten Unruhen und zu kriminellen Übergriffen kommen. Aus diesen Gründen wird derzeit von Besuchen der beiden Distrikte Khagrachari und Bandarban abgeraten. Reisen in das Gebiet der CHT müssen durch Schreiben an den Deputy Commissioner und den Superintendent of Police des jeweiligen Distrikts vorher angezeigt werden. (Erwähnung der genauen Reisepassdaten und des Reisezwecks/Reiseroute). Eine ausreichende Zahl von Kopien beider Schreiben sowie der Original-Reisepass sollten wegen der Identitätskontrollen bei Einreise in das Gebiet der CHT mitgeführt werden. Bei der Benutzung von Eisenbahn, Überlandbussen und Fähren wird allgemein besondere Wachsamkeit vor Diebstählen und Überfällen empfohlen. Gleiches gilt für die Nutzung von Fahrradrikschas und Motorrikschas ("Baby-Taxis/CNGs") insbesondere nach Einbruch der Dunkelheit. Von Fahrten über Land nach Einbruch der Dunkelheit wird abgeraten. Auch am Tage ist der Verkehr auf den Landstraßen wegen des meist schlechten Zustandes von Straßen und Fahrzeugen und wegen oft riskanten Fahrverhaltens von Überland- und Minibussen gefährlich. Wegen des Mangels an Ärzten und Rettungsfahrzeugen kann bei Unfällen nicht mit schneller Hilfe gerechnet werden. Bangladesch ist erdbebengefährdet. Von Mitte Juni bis Mitte Oktober muss klimabedingt mit Überschwemmungen gerechnet werden, im südlichen Landesdrittel von Oktober bis November und Mitte April bis Mitte Mai grundsätzlich auch mit Wirbelstürmen. In der sturmgefährdeten Jahreszeit sollte die Benutzung der Schiffs- und Fährverbindungen insbesondere im südlichen und mittleren Landesteil wegen des hohen Unfallrisikos aufgrund Überbelegungen, mangelhafter Konstruktionsweise der Schiffe und wegen plötzlich auftretender Unwetter vermieden werden.



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