Afghanistan
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Reiseführer - Reiseplanung - Afghanistan - Allgemeines

Aktueller Hinweis:

Die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Infrastrukturen des Landes wurden durch jahrelangen Bürgerkrieg, das Taliban-Regime und die darauf folgenden westlichen Militärschläge vollständig zerstört. Es ist nicht abzusehen, wann Afghanistan wieder für Touristen zugänglich sein wird. Daher sind zum größten Teil keine aktuellen Informationen über Visa, Duty Free, Devisenbestimmungen, Unterkünfte und Impfvorschriften erhältlich.



FLÄCHE:

652.225 qkm.



BEVÖLKERUNGSZAHL:

26.508.690 (2006).



BEVÖLKERUNGSDICHTE:

41 pro qkm.



HAUPTSTADT:

Kabul. Einwohner: 3.120.960 (2006).



GEOGRAPHIE:

Afghanistan grenzt im Norden an Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan, im Nordosten an China, im Osten und Süden an Pakistan und im Westen an den Iran. Die Großgliederung zeigt drei Landschaften: das südliche Hochland, Afghanisch-Turkestan im Norden und der Hindukusch im Nordosten. Letzterer steigt bis auf 7200 m an und wird durch das Bamian-Tal von der Koh-i-Baba-Bergkette getrennt, in der auch der Helmand entspringt. Nördlich und südwestlich der Berge liegen fruchtbare Schwemmlandebenen.



STAATSFORM UND INNENPOLITISCHE LAGE:

Staats- und Regierungschef: Hamid Karzai, seit 2004.
1996 hatten die Taliban die Kontrolle über Afghanistan übernommen und führten ein fundamentalistisch-islamisches Regime ein, das von den Vereinten Nationen und den westlichen Staaten nicht anerkannt wurde. Nach monatelangen westlichen Militärschlägen wurde das Taliban-Regime gestürzt und im November 2001 eine UN-vermittelte Konferenz in Bonn (Deutschland) einberufen. Das Ergebnis der 'Petersbergkonferenz' war ein Rahmenabkommen zur Einsetzung einer Übergangsregierung mit provisorischen Regierungsinstitutionen. Eine United Nations Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA) unterstützte die neue Regierung bei ihrer Arbeit und ist immer noch in Afghanistan tätig. Im Juni 2002 tagte die aufgrund des 'Petersberg-Abkommen' einberufene traditionelle Ratsversammlung aller afghanischen Stämme (Loya Dschirga), die den Chef der Übergangsregierung, Hamid Karzai, als Präsidenten des Landes für die nächsten 18 Monate wählte. Nationalversammlung mit 250 Mitgliedern und Ältestenrat. Verfassung von Januar 2004.



SPRACHE:

Offizielle Landessprachen sind Paschtu (35 %) und Dari-Persisch (59 %). Es werden auch Turksprachen (11 %), vorwiegend Usbekisch und Turkmenisch sowie 30 Minderheitssprachen (4 %) gesprochen. Viele Menschen sind zweisprachig.



RELIGION:

Islam (Mehrheit: Sunniten (80 %)); Minderheiten von Schiiten, Hindus, Juden und Sikhs.



ORTSZEIT:

MEZ + 3:30 Std. Keine Sommer-/Winterzeitumstellung in Afghanistan.
Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter +3:30 Std. im Sommer + 2:30 Std.



NETZSPANNUNG:

220 V, 50 Hz. Schlechte Elektrizitätsversorgung, viele Stromausfälle.



POST- UND FERNMELDEWESEN:



Telefon/Mobiltelefon:

GSM 900/1800. Es gibt es nur wenige Festnetztelefonleitungen in Afghanistan, diese befinden sich hauptsächlich in Kabul und sind Regierungsbeamten und Mitgliedern von Hilfsorganisationen vorbehalten. Zur Kommunikation im Land werden hauptsächlich Mobiltelefone benutzt. Es gibt ein Mobilfunknetz in Afghanistan, Afghan Wireless (Internet: www.afghanwireless.com), der Empfangsbereich beschränkt sich zur Zeit noch auf die Städte Kabul, Mazar-i-sharif, Kandahar und Herat.



Landesvorwahl:

93.



Internet:

Es gibt Internetcafés in Kabul. Internetzugang im Land wird zurzeit weiter ausgebaut.



Post:

Luftpost nach Europa brauchte früher ca. eine Woche. Der internationale Kurier DHL unterstützt das nationale Postsystem.



Deutsche Welle:

Da sich der Einsatz der Kurzwellenfrequenzen im Verlauf eines Jahres mehrfach ändert, empfiehlt es sich, die aktuellen Frequenzen direkt beim Kundenservice der Deutschen Welle (Tel: (+49) (0228) 429 32 08. Internet: www.dw-world.de) anzufordern.



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