Äthiopien Reise-Informationen
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Reiseführer - Reiseplanung - Äthiopien - Reise- und Sicherheitsinformationen
Reise- und Sicherheitsinformationen:
Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt: Stand: 19.09.2006 In vielen Regionen Äthiopiens ist es in der Regenzeit zu Überschwemmungen gekommen, die hauptsächlich im Süd-Omo-Gebiet und in Dire Dawa Opfer gefordert haben. Reisende ins Landesinnere müssen vielerorts mit Verkehrsbehinderungen durch Flutschäden rechnen. Die Überflutungen erzeugen auch hygienische und sanitäre Probleme (mit erhöhter Gefahr von Magen-Darm-Erkrankungen).
Nach den Parlamentswahlen vom 15. Mai 2005 kam es im Juni und im November 2005 zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Opposition und Sicherheitskräften mit Toten und Verletzten in der Hauptstadt Addis Abeba, aber auch in anderen Städten. Die Lage hat sich an der Oberfläche weitgehend beruhigt. Die politischen Spannungen bestehen zumindest fort und können sich jederzeit wieder entladen. Daher wird zu erhöhter Aufmerksamkeit, Beachtung der aktuellen Nachrichten und Vermeiden von Menschenansammlungen, Demonstrationen und (Mini-)Bussen geraten. In Addis Abeba ereigneten sich im Frühjahr 2006 ungeklärte Explosionen, die zumeist so angelegt waren, dass niemand zu Schaden kam. Ein klares Muster für diese Zwischenfälle ist nicht erkennbar.
Daneben strahlen internationale Konflikte aus und stärken regionale Befreiungsgruppen, vor allem in den Randgebieten des Landes.
Von Fahrten in das direkte Grenzgebiet zu Eritrea wird abgeraten. Die Grenzübergänge zwischen Äthiopien und Eritrea sind geschlossen. Von Reisen in die Region Gambella wird ebenfalls abgeraten. Vor Reisen in die Afar-Region, Somali-Region, in das Grenzgebiet zu Kenia (Moyale), das Grenzgebiet zum Sudan oder in den Westteil der Oromo-Region (Wellega) wird empfohlen, Rat und Auskunft der Botschaft einzuholen. Vereinzelte Überfälle auf durchfahrende Fahrzeuge am Spätnachmittag oder Abend führen zu der Empfehlung, folgende Routen nicht nach 15:00 Uhr zu befahren: Strecke Metahara- Awash- Arba-Mieso und Asbe Teferi, Strecke Babile-Jijiga, Strecke Welkite-Jima (bes. am Omo/Gibe-Fluss), Strecke Sodo-Arba Minch-Jinka. Auch im Awash-Nationalpark (bes. nördlicher Teil) kann es zu bedrohlichen Situationen kommen.
Nachtfahrten sollten vor allem wegen des erhöhten Unfallrisikos im ganzen Land vermieden werden.
Auf das Fotografierverbot für jegliche öffentliche Bauten (Gebäude, Brücken, Straßenkreuzungen) sowie für alles Militärische wird ausdrücklich hingewiesen.
Minengefahr besteht in den Grenzregionen zu Somalia, Sudan (nördlich von Gambella), Eritrea und zu Kenia (Borana-Region). Im Südosten der Grenzregion zu Eritrea ist das Gebiet an der Straße Bure-Assab betroffen. Es wird abgeraten, die Straße Eli Dar Richtung Assab zu befahren.
Passagierzüge auf der Strecke Addis Abeba-Dire Dawa-Dschibuti (von Ausländern allerdings kaum benützt) stellen wegen des schlechten Streckenzustands ein generelles Sicherheitsrisiko dar, waren aber auch mehrfach das Ziel von Sabotageakten und Sprengstoffattentaten.
Wie in anderen ostafrikanischen Ländern können Aktivitäten terroristischer Gruppen auch in Äthiopien nicht ausgeschlossen werden. Daher wird vorbeugend zu erhöhter Vorsicht geraten, insbesondere in der Nähe westlicher Einrichtungen und touristischer Reiseziele.
Die Botschaft in Addis Abeba ist über Tel: (00251 11) 123 51 39, Fax: (00251 11) 123 51 52, E-Mail: germemb@ethionet.et, Internet: www.addis-abeba.diplo.de zu erreichen.
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